Station 7: Enten

 

Eigentlich sind die Männchen nur zur Paarungszeit so schön. Die männlichen Enten nennt man Erpel. Sie haben dann ein auffällig blau und grün schimmerndes Federkleid. Das prächtige Gefieder zeigt ihre Stärke. Je protziger das Erscheinungsbild der Erpel, desto paarungswilliger sind die Weibchen. Ein Erpel braucht Energie, um ein so prächtiges Gefieder zu bekommen. Wenn er das ganze Jahr von Menschen gefüttert wird, hat er immer genug Energie für dieses auffällig schöne Gefieder.
Wie alle Vögel müssen Enten in einer sogenannten Mauser ihr Gefieder wechseln. Sie verlieren in einem kurzen Zeitraum ihr Gefieder, das wieder vollständig ersetzt wird. In dieser Zeit sind sie besonders wehrlos, was Feinde wie Füchse, Marder und Ratten ausnutzen können.
Die Weibchen haben ein unauffälliges braun-weißes Gefieder, das sie beim Brüten tarnt. Die Enten nisten sehr gerne auf Inseln und am Ufer. Wenn die Entenjungen geschlüpft sind, können sie schon gleich schwimmen.
Das Füttern macht den Leuten zwar Spaß, aber eigentlich sollte man Enten und andere Wasservögel nicht füttern. Die Enten gewöhnen sich daran und verlernen, selbst ihr Futter zu suchen. Natürlicherweise fressen sie Pflanzen und kleine Wassertierchen. Kein Brot! Da ist Salz drin. Enten mögen das zwar, aber zu viel davon ist auf keinen Fall gut für sie. Auf den Brotresten, die von den Enten nicht gefressen werden, können sich Krankheitserreger entwickeln. Damit können sich andere Enten und Wasservögel infizieren. Statt Brot könnte man ihnen Maiskörner geben, wenn man es nicht lassen kann, sie zu füttern.
Man soll sie auch deswegen nicht füttern, weil die Würm von so viel Entenkot verschmutzt wird. Entenkot ist ein Infektionsherd.
In der kleinen Bucht sollte man besonders aufpassen, dass Kleinkinder kein Wasser schlucken, weil das Wasser dort mehr steht und eine hohe Anzahl an Keimen und viele Nährstoffe enthalten kann, nicht zuletzt wegen des Fütterns.

Alma Ashar