Projektbeschreibung

Die Würm:

frisch renaturiert
unter Geologen international bekannt.

Nach ihr ist die letzte Eiszeit benannt, die Würmeiszeit. Für uns ist die Würm die Lebensader im Westen der Stadt.
Die Würm – so nah und schon Erholung! Besonders seit sie renaturiert wurde, nicht nur in Gräfelfing, sondern auch in Obermenzing, Untermenzing und in Allach. Erholung nicht nur für Menschen, sondern auch fürs Wasser, die Pflanzen, die Tiere.
Eine kleine Oase, die wir schätzen und schützen.

 

Wir:

Kinder und Jugendliche zwischen sechs und sechzehn Jahren, die sich für Natur interessieren und engagieren, zusammen mit einigen Erwachsenen. Organisiert sind wir als Roots & Shoots – Gruppe im Jane Goodall Institut.

 

Wo?

In München Obermenzing, wo die Würm 2009 renaturiert wurde, an der Fußgängerbrücke Ecke Inselmühlweg / Im Wismat / Mergenthalerstraße.

Was?

  • Wir lernen Tiere und Pflanzen und ihre Lebensräume kennen.
  • Wir untersuchen das Wasser.
  • Wir sammeln regelmäßig Müll ein.
  • Wir säen autochtones Saatgut aus.
  • Wir dämmen die invasiven Neophyten Japanknöterich und indisches Springkraut ein.
  • Wir machen Leckeres aus Kräutern, Unkräutern, Blüten und Früchten.
  • Wir machen Exkursionen, picknicken, und spielen an und in der Würm. Wir schwimmen auch, aber nicht im Stadtgebiet, wo das zurzeit nicht erlaubt ist.
  • Wir haben eine Audioguide Tour und eine Geocaching Tour zwischen der Blutenburg und St. Martin gestaltet.
  • Wir planen und organisieren interne und öffentliche Veranstaltungen.
  • Wir informieren uns über die Gewässergüte durch Besuch im Klärwerk Starnberg durch Recherchen und durch biologische Gewässergütebestimmungen mit Experten.
  • Wir arbeiten mit dem Wasserwirtschaftsamt München, dem städtischen Gartenbau, dem Landesbund für Vogelschutz und dem Bund Naturschutz zusammen.
  • Wir bieten Eltern, Schulen, Lehrer/innen, Mittagsbetreuungen, Horten, Kindergärten, usw. Hilfe an bei der Planung und Durchführung von Biologie und Naturerfahrung im Freien und Naturschutz vor der Haustür.
  • Wir stellen Anträge in der Kindersprechstunde des Bezirksausschusses und beim Kinder- und Jugendforum der Stadt München.

Wie?

Auch im Winter draußen.

Wir treffen uns in der Regel jeden dritten Donnerstag und beraten unsere Vorhaben und Aktionen. Oder wir tun was draußen.

Warum?

  • Weil wir an der Würm wohnen und unser Naherholungsgebiet schätzen.
  • Weil wir dazu beitragen möchten, dass es so schön bleibt und dass sich die Artenvielfalt erhöhen kann.
  • Weil jede Flussrenaturierung Wasserqualität, Artenvielfalt und Erholungswert für Menschen verbessert und außerdem dem Hochwasserschutz dient.
  • Weil es noch weitere Stellen an der Würm gibt, die aufgewertet werden könnten.
  • Weil Kinder es lieben, in der Natur etwas zu erleben, zu erfahren und zu gestalten, ….
  • Weil Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Umwelterziehung ein Gebot der Stunde sind.
  • Weil wir Ideen und tatkräftige Unterstützung für Schulen, Kitas, Kindergärten… bieten.
  • Weil Mitsprache und Mittun sowie Aktivitäten im Freien inspirierend und gesund sind wollen wir solche Erfahrungen machen und ermöglichen.

interessierte Kinder keschern in der Würm
Kinder lieben es, in der Erde zu buddeln, im Wasser zu planschen, Tiere zu beobachten und zu schützen, zu pflanzen… All das ist stimulierend und gut für ihre körperliche, emotionale und geistige Entwicklung. Sich an lokalen Projekten zu beteiligen stärkt ihr Selbstbewusstsein, die Fähigkeit zur Kooperation, Kompetenz und Ausdauer im Verfolgen eines Projekts. Es verbindet sie mit ihrer direkten Umgebung und kann stabile Basis werden für Geborgenheit und Sicherheit als Kinder von Mutter Erde.

Hierfür brauchen Kinder und Jugendliche Erwachsene, die Orientierung geben, die Wissen und Fertigkeiten vermitteln und die sich mit Bürgerbeteiligung auskennen oder anfreunden wollen. Oft hat die Großelterngeneration mehr Zeit als die Eltern, dazu Erfahrung und Wissen. Für die Älteren ist der Kontakt zu den Jungen bereichernd. Er hilft im Fluss des Lebens zu bleiben. Sie erleben, was es heißt, als „Elders“ geachtet und geschätzt zu werden – wie seit jeher üblich in naturverbundenen, indigen Kulturen.

Wir bedanken uns beim Bezirksausschuss Pasing/Obermenzing, beim Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt und beim Landesbund für Vogelschutz für freundliche Unterstützung.