Frühlingserwachen im Pasinger Stadtpark
Ein kühler Morgen, doch hell das Licht,
die Klasse sammelt sich – wir starten dicht.
Die Rucksäcke gepackt, die Augen weit,
im Park beginnt die Frühlingszeit.
Im Pasinger Stadtpark, noch taufrisch und still,
entdecken wir mehr, als man glauben will.
Zwischen braunem Laub und feuchter Erd’
zeigt sich der Frühling – ganz unbeschwert.
Da leuchtet lila ein kleiner Gruß,
im Gras versteckt der erste Krokus.
Daneben gelb, wie Sonnenschein,
lädt uns der Winterling zum Staunen ein.
Ganz vorsichtig gehen wir Schritt für Schritt,
denn überall blüht der Frühling mit.
Weiße Glöckchen neigen sich sacht im Wind,
das Schneeglöckchen lächelt – zart und lind.
Ein Teppich aus Grün im schattigen Hain,
das muss wohl der würzige Bärlauch sein.
Und mitten im Rasen, geschniegelt und klein,
strahlt fröhlich das Gänseblümchen hinein.
Doch nicht nur schauen, auch schmecken wir heut –
das hat uns besonders gefreut.
Gezuckerte Veilchen, fein und süß,
ein Frühlingsgruß – ein echter Genuss!
Dann wurde geschüttelt, mit viel Energie,
ein Glas in der Hand – wie Zauberei!
Aus Sahne entstand, man glaubt es kaum,
unsere eigene Butter – ein cremiger Traum.
Auf Brot gestrichen, mit Blüten garniert,
haben wir Frühling direkt probiert.
Essbare Blüten, so bunt und fein –
die Natur kann wirklich köstlich sein.
Zum Schluss noch ein Spiel, laut summend im Chor:
„Brumm, brumm, brumm!“ – die Hummeln fliegen empor.
Wir sammeln Nektar von Blüte zu Blüte
und schützen gemeinsam die Frühlingsgüte.
Denn ohne die frühen Blüten im Jahr
wäre das Leben der Insekten in Gefahr.
Sie brauchen den Nektar, so früh und so klein –
sonst gäb’s bald keine Hummeln mehr im Sonnenschein.
Mit roten Wangen und Köpfen voll Wissen
haben wir diesen Tag sehr genossen.
Der Frühling hat uns gezeigt, ganz klar:
Die Natur ist ein Wunder –
gleich nebenan,
im Stadtpark,
jedes Jahr.

