Winterentdeckungen an der Würm

Winterentdeckungen an der Würm

29. Januar 2026

Winterentdeckungen an der Würm mit der OGTS Pfarrer Grimm

Dick eingepackt und voller Neugier machten wir uns nachmittags mit den Kindern der Grundschule Pfarrer Grimm auf den Weg an die Würm. Auch wenn die winterliche Kälte in der Luft lag, war von Zurückhaltung keine Spur – im Gegenteil: Mit Spielen, kleinen Experimenten und viel Bewegung wurde uns schnell warm und der Winter zeigte sich von seiner spannenden Seite.

Gemeinsam gingen wir der Frage nach, was die Tiere an der Würm eigentlich im Winter machen. Schnell wurde klar: Es gibt ganz unterschiedliche Strategien, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Manche Tiere halten Winterschlaf, andere fallen in Winterstarre, wieder andere gönnen sich eine Winterruhe. Und dann gibt es noch diejenigen, die einfach in wärmere Gegenden fliegen. Doch was ist mit all den Tieren, die hier bei uns in München an der Würm bleiben?

Für sie wird das Leben im Winter deutlich schwieriger, denn das Nahrungsangebot ist nun viel knapper. Um nicht zu hungern, braucht es clevere Lösungen: Vorräte anlegen und gut verstecken, so wie es das Eichhörnchen macht – oder mit kräftigen Zähnen gleich einen Baum fällen, wie der Biber, um an die leckeren Knospen zu gelangen. Mit viel Begeisterung versetzten sich die Kinder in die Rolle der Tiere und probierten diese Strategien spielerisch aus.

Ein besonderes Augenmerk legten wir auf die Heckenpflanzen entlang der Würm. Sie sind im Winter wahre Schatzkammern, denn ihre Früchte decken den Tisch für viele heimische Tiere, wenn sonst kaum noch Nahrung zu finden ist. So wurde deutlich, wie wichtig diese Pflanzen für das Überleben im Winter sind.

Mit roten Wangen, vielen neuen Erkenntnissen und jeder Menge Spaß im Gepäck ging es am Ende wieder zurück. Ein winterlicher Ausflug, der gezeigt hat: Auch bei Kälte steckt die Natur voller Leben, man muss nur genau hinschauen. 

Ingrid Kaiser